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Sonderausstellungen in den Cranach-Häusern

01.Januar bis 28. Februar 2010
Exlibris
Bücherzeichen aus der Sammlung Tischer

"Ex libris“ bedeutet soviel wie „aus den Büchern von ...“ Die Bucheignerzeichen sind in der Regel kleinformatige Drucke, die auf die Innenseite des vorderen Buchdeckels geklebt werden. Sie zeigen den Namen des Besitzers sowie ein Wappen oder eine Darstellung, die auf die Lebens- und Vorstellungswelt des Bucheigners eingeht. Vermutlich entstanden Exlibris am Ende des 15. Jahrhunderts in Deutschland im Zusammenhang mit dem Aufstieg des Holzschnitts als graphische Technik und der rasch wachsenden Verbreitung gedruckter Bücher. Ein frühes Bücherzeichen ist von Lucas Cranach dem Älteren erhalten. Um 1510 schuf er für den Nürnberger Juristen Christoph Scheurl ein Holzschnitt-Exlibris. Die Ausstellung zeigt zudem Exlibris aus dem späten 19. und dem 20. Jahrhundert (u. a. M. Klinger, L. Corinth, J. Cocteau) - der bedeutendsten Zeit dieser speziellen Kleingraphik.

Öffnungszeiten:

Di.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
So. und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr

Führungen auf Voranmeldung unter Tel. 03491 4201911

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Lutherstadt Wittenberg und Lotto Sachsen-Anhalt.


06. März bis 24. Mai 2010
Im Zeichen des Hasen
Von Lucas Cranach bis Joseph Beuys

Nicht nur Kinder lieben den Hasen, zumal an Ostern, wenn er die bunten Eier bringt. Sie lieben ihn auch als Haus- oder als Kuscheltier, als Held in Märchen und Erzählungen. Wer kennt sie nicht, die berühmte Geschichte vom Hasen und Igel.

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich Prof. Josef Walch mit diesem Tier und seiner Bedeutung in Kunst und Kultur. Aus diesem Interesse entstand eine große Sammlung mit Hasen aus Malerei, Graphik, Plastik, Kunstgewerbe, Werbung, Spielzeug u. a. Mehr als 1000 Objekte umfasst die Sammlung, die Prof. Walch im November 2009 der Stadt Eppelheim schenkte, wo im ehemaligen Wasserturm ein einzigartiges Hasen-Museum entstand.

Der Hase spielt in fast allen Kulturen eine besondere Rolle: als Mondtier in Ostasien, als Symbol des Glücks oder als erotisches Symbol. Albrecht Dürer aquarellierte 1502 den berühmtesten Hasen in der Kunst, bei Lucas Cranach d. Ä. ist der Hase immer wieder Attribut von Adam und Eva als Zeichen der Fruchtbarkeit. Viele Künstler der Gegenwart beschäftigten und beschäftigen sich mit dem Hasen, so Joseph Beuys, für den der Hase ein Friedenssymbol war.

Die Ausstellung zeigt Malereien, Graphiken, Plastiken mit dem Hasen als Motiv, Kunstgewerbe wie Schmuck und Porzellan, illustrierte Bücher, historische Postkarten und Spielzeug.

Die Ausstellung wird am 05.03.2010, um 19:00 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet.
Pressevorbesichtigung am 04.03.2010, um 11:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Di.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
ab April Mo.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
So. und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr

Führungen auf Voranmeldung unter Tel. 03491 4201911

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Lutherstadt Wittenberg und Lotto Sachsen-Anhalt.


29. Mai bis 12. September 2010
Venus, Eva & Co.
Cranachs Aktdarstellungen im Kontext von Reformation und Humanismus

Vermutlich 1509 entstand der in den Cranach-Ausstellungen immer wieder gezeigte kleinformatige Holzschnitt „Venus und Amor“, im gleichen Jahr malte Cranach das Thema sogar in einer leicht überlebensgroßen Fassung (St. Petersburg). Eine fast zwei Meter große, unbekleidete weibliche Figur auf dunklem Grund – zu Beginn des 16. Jahrhunderts sicher ein ungewohntes Seherlebnis. Weibliche und männliche Akte finden sich zahlreich im Cranach’schen OEuvre. Überliefert sind Zeichnungen, Einblattholzschnitte, Titelrahmen, Illustrationen sowie klein- und großformatige Gemälde. Die Themen entnahm Cranach der Bibel, den christlichen Heiligenlegenden und der griechischen Mythologie. Auf seiner letzten erhaltenen, 31 Gemälde umfassenden Abrechnung notierte der 80jährige Cranach ein „paris auf tuch von olfarben“, zwei „Caritas“, ein „Adam und Efa“ und ein „Venus“. Das von Cranach in mehreren Varianten gemalte und geschnittene Motiv „Das Urteil des Paris“ hat seine Wurzeln in der antiken Mythologie, trotzdem wurde es Anfang des 16. Jahrhunderts unter christlichen, sogar unter lutherischen Bedeutungsaspekten erörtert. Außerdem zeigt die Ausstellung Varianten zu „Adam und Eva“, „Venus und Amor“, „Sophrosyne“, „Gesetz und Gnade“, „Satyrfamilie“, „Caritas“ u. a. aus öffentlichem und aus Privatbesitz.

Die Ausstellung wird am 28.05.2010 im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet.
ACHTUNG! TERMINÄNDERUNG:
Pressevorbesichtigung am 27.05.2010, 13:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
So. und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr

Führungen auf Voranmeldung unter Tel. 03491 4201911.

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung von Lotto Sachsen-Anhalt.


18. September bis 31. November 2010
Recall
Malerei, Graphik, Objekte und Installationen von Stipendiaten der Cranach-Stiftung

Schon Anfang der 1990er Jahre, damals noch in den Ruinen der Cranach-Werkstatt in der Schlossstraße 1, arbeiteten die ersten Stipendiaten als Gäste der Cranach-Stiftung. Seitdem wurden jedes Jahr Künstler zu einem mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt nach Wittenberg eingeladen. In der Auseinandersetzung mit dem historischen Ort entstanden Gemälde, Graphiken, Objekte und Installationen. Die Künstler wirkten aber auch nachhaltig auf die Malschule, die Kinder- und Jugendkunstschule der Cranach-Stiftung, ein. Die Begegnung mit ihren Werken führte zu einer neuen Sicht auf die inhaltlichen und formalen Aspekte der zeitgenössischen Kunst.

Die Ausstellung zeigt neuere Arbeiten ehemaliger Stipendiaten, unter anderem Installationen von Doris Sprengel und Graphiken von Tina Labuzinski.

Die Ausstellung wird am 17.09.2010 im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet.
Pressevorbesichtigung am 16.09.2010, um 11:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Mo.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
ab November Di.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
So. und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr

Führungen auf Voranmeldung unter der Tel. 03491 4201911

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Lutherstadt Wittenberg und Lotto Sachsen-Anhalt.


27. November bis 31. Dezember 2010
Evas neue Kleider
Kleider des 18. bis 20. Jahrhunderts und zeitgenössisches Modedesign

Umgangssprachlich wird „Mode“ häufig synonym mit „Kleidermode“ verwendet. Doch allgemein bezeichnet Mode (lat.: modus - Art) zunächst die in einem bestimmten Zeitraum in einer Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, bestimmte Dinge zu tun, zu benutzen oder anzuschaffen. Jede neue Mode, auch jede Kleidermode, etabliert neue Verhaltens-, Denk- und Gestaltmuster als Optionen oder Standards. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit galt die Mode als Merkmal der Standeszugehörigkeit und war mit genauen Vorschriften belegt. Heute ist Mode vor allem Ausdruck des Lebensstils, ein Mittel der Selbstdarstellung und Individualität, allerdings konterkariert durch Massenkonsum und Globalisierungstendenzen.

Die Ausstellung zeigt aus der Sammlung August Ohm (Florenz) repräsentative Kleider vom Barock bis zum Jugendstil und stellt Modedesigner des 20. und 21. Jahrhunderts vor.

Die Ausstellung wird am 26.11.2010 im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet.
Pressevorbesichtigung am 25.11.2010, um 11:00 Uhr.

Öffnungszeiten:
Di.-Sa. 10:00 Uhr-17:00 Uhr
So. und Feiertage 13:00 Uhr-17:00 Uhr
Geschlossen vom 24.12.-26.12.2010 und vom 31.12.2010-01.01.2011

Führungen auf Voranmeldung unter Tel. 03491 4201911

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Lutherstadt Wittenberg und Lotto Sachsen-Anhalt.

Kontakt zu allen Sonderausstellungen:

Cranach-Stiftung, Markt 4
D-06886 Lutherstadt Wittenberg
Tel.: 03491/4201913
E-Mail: cranach-stiftung@web.de


Öffnungszeiten:
bis 04.04. (Ostersonntag):
Di.-Sa. 10.00 -17.00 Uhr
So. und Feiertage 13.00 - 17.00 Uhr
ab 05.04. (Ostermontag):
Mo.-Sa. 10.00 - 17.00 Uhr
So. und Feiertage 13.00 -17.00 Uhr
ab 01.11.:
Di.-Sa. 10.00 -17.00 Uhr
So. und Feiertage 13.00 - 17.00 Uhr

Führungen auf Voranmeldung unter Tel.: 03491/4201911

Cranachs Wappen