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Sonderausstellungen im Cranach-Haus Markt 4
01.Januar bis 04. März 2012 Die Sammlung Dr. Gerd Gruber wurde wegen ihrer Bedeutung in das „Gesamtverzeichnis national wertvollen Kulturgutes“ aufgenommen. Der heute 60jährige Sammler begann bereits im Alter von fünfzehn Jahren, seine inzwischen mehr als 9.000 Kunstwerke umfassende Kollektion aufzubauen, die vorwiegend Graphiken und Gemälde aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts umfasst. Zu einigen Künstlern der Klassischen Moderne unterhielt Gerd Gruber enge, z. T. freundschaftliche Beziehungen: Künstler wie Marc Chagall oder Hans Hartung widmeten ihm Werke. Bis März 2012 zeigt die Cranach-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Lutherstadt Wittenberg eine Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Gerd Gruber, die zwischen 1933 und 1945 entstanden und sich gegen den Nationalsozialismus wandten. Künstler verweigerten sich den doktrinären Kunstauffassungen des NS-Regimes, setzten formal und inhaltlich die Traditionslinie der Klassischen Moderne fort und bildeten damit auch eine Brücke zur Kunst nach 1945. Die Künstler bezeugen aber auch die Zustände im Dritten Reich: Sie zeigen Not und Verfolgung. Einige Werke entstanden in faschistischen Zuchthäusern, Konzentrationslagern und Ghettos. Mehr als 35 Künstler wurden Opfer der Faschisten. Mit kriminalistischer und kunsthistorischer Akribie suchte Gruber nach dem künstlerischen und biographischen Nachlass dieser Künstler. Von Leo Haas fand er Zeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt. Zur Sammlung gehört Bruno Gimpels letztes Aquarell. Es zeigt einen Friedhof. Kurze Zeit später nahm er sich das Leben, um der Deportation ins KZ zu entgehen. Dr. Grubers weit mehr als 1.000 Werke umfassender Fundus zu dieser Thematik wird in einem Katalog dokumentiert. (Bestellung über die Cranach-Stiftung). Die Ausstellung entstand mit freundlicher Unterstützung durch Lotto Sachsen-Anhalt, durch die Sparkasse Wittenberg und das Kultusministeriums Sachsen-Anhalt. 09. März bis 13. Mai 2012 Eine Ausstellung der Cranach-Stiftung Wittenberg in Zusammenarbeit mit der Stadt Kronach Kronach, die Geburtsstadt Lucas Cranachs des Älteren, schreibt seit Anfang der 1990er-Jahre im Drei-Jahres-Rhythmus einen Lucas-Cranach-Preis aus und bietet damit Künstlern ein viel beachtetes Forum. 2011 wurde der Preis für Malerei vergeben und stand unter dem Thema „Menschenbilder“. Einen Lucas-Cranach-Preis gab es in Wittenberg für das künstlerische Laienschaffen ab Ende der 1960er-Jahre bis 1989. In Wittenberg wurde er erneut 2003 verliehen, allerdings richtete sich dieser Preis wie auch der Kronacher Preis an professionelle Künstler. Im Rahmen der Juryauswahl zum „Internationalen Lucas-Cranach-Preis der Stadt Kronach 2011“ entstand die Idee, einige der eingeladenen Künstler auch im Wittenberger Cranach-Haus zu zeigen. Die Auswahl vermittelt unterschiedliche formale und inhaltliche Positionen: den liebevollen Blick auf den Mitmenschen, drastische Gesellschaftssatiren oder surrealistische Verfremdungen. Gezeigt werden die Preisträger und 17 weitere Künstler. Den Hauptpreis erhielt René Schoemakers für sein fünfteiliges Gemälde „amok III (das zählbare licht)“. Die Ausstellung wird am 09.03.2012, um 19.30 Uhr im Cranach-Haus, Markt 4, eröffnet. Pressegespräch: 03.03.2011, 11.00 Uhr. Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung durch Lotto Sachsen-Anhalt. 01. Juni bis 31. Dezember 2012 Das von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff (1736-1800), dem Begründer der klassizistischen Architektur auf dem europäischen Kontinent, ab 1780 für Johann Georg Prinz von Anhalt-Dessau (1748-1811) erbaute Schloss im Dessauer Georgengarten beherbergt die bedeutendste Sammlung Alter Malerei und Graphik in Sachsen-Anhalt. Schloss und Park zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Gemäldegalerie besitzt eine umfangreiche Sammlung Altdeutscher Malerei, in der auch Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) und Lucas Cranach d. J. (1515-1586) mit Hauptwerken vertreten sind. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau konzipiert wird, zeigt eine Auswahl an Cranach-Gemälden und weiteren Werken aus dem Bestand Altdeutscher Malerei, unter anderem von Lucas Cranach dem Älteren „Die Heilige Familie von Engeln umgeben“ (1510-15, Holz) und „Das Urteil des Paris“ (um 1535, Holz). Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung von Lotto Sachsen-Anhalt. |
Kontakt zu allen Sonderausstellungen:
Cranach-Stiftung, Markt 4 Öffnungszeiten: bis 31.03.: Di.-Sa. 10.00 -17.00 Uhr So. und Feiertage 13.00 - 17.00 Uhr ab 01.04.: Mo.-Sa. 10.00 - 17.00 Uhr So. und Feiertage 13.00 -17.00 Uhr ab 01.11.: Di.-Sa. 10.00 -17.00 Uhr So. und Feiertage 13.00 - 17.00 Uhr Führungen auf Voranmeldung unter Tel.: 03491/4201911 Öffentliche Ausstellungsrundgänge zu den unter der Rubrik „Veranstaltungen“ angegebenen Terminen. |