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Ausschreibung Cranach-Stipendium 2010

Die Wirkungsstätte des großen Renaissancemalers Lucas Cranach d.Ä. hat während seiner Tätigkeit in Wittenberg große Anziehungskraft für Künstler aus ganz Europa gehabt. Diese Ausstrahlung war nur möglich durch das Kunstverständnis des Kurfürsten und die Entscheidung, Lucas Cranach nach Wittenberg zu holen. Die äußeren Bedingungen für die Entwicklung einer Künstlerwerkstatt waren gegeben.

Auch heute brauchen Künstler Bedingungen, die die Entfaltung der Phantasie und die Entfaltung eines künstlerischen Stils ermöglichen. Die Stadt Wittenberg im Land Sachsen-Anhalt hat damit die große Chance, ihre Geschichte zu nutzen, an sie anzuknüpfen und die noch existierenden baulichen Zeitzeugen einer ehemaligen künstlerischen Hochburg für die Förderung von Kunst und Künstlern zur Verfügung zu stellen. Die Stadt Wittenberg und ihre politischen Vertreter haben durch den Kauf der Grundstücke von Lucas Cranach ihr Einverständnis signalisiert. Die Nutzung der Häuser im Sinne Cranachs kann auf diese Weise gesichert werden.

Die Cranach-Stiftung hat 1994 in den ehemaligen Werkstatträumen ein Atelier eingerichtet, mit der Intension, Künstlern hier einen Werkstattaufenthalt mit Stipendium zur Verfügung zu stellen. Das Land Sachsen-Anhalt hat sich bereit erklärt, die Förderung der Stipendien zu übernehmen. Die Arbeit im Atelier des Cranach-Hofes schafft Voraussetzungen, sich mit Konzentration und Inspiration dem künstlerischen Schaffensprozess zu widmen. Außerdem gestatten die äußeren Bedingungen im Cranach-Hof dem Besucher, den Entstehungsprozess mitzuverfolgen, Gespräche mit dem Künstler zu suchen und die Kunst als Arbeitsprozess zu erleben. Das künstlerische Spektrum ist außerdem eine Bereicherung für die Arbeit der Malschule. Der Aufenthalt im Atelier soll zudem das Ziel haben, Kenntnisse in Kursen oder einem Workshop an andere weiterzugeben, in denen der Stipendiat Anleitung geben kann.

Das Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, die Cranach-Stiftung und die Stadt Wittenberg schreiben daher aus::

Vier Künstlerhonorare für einen Werkstattaufenthalt von je einem Monat in der ehemaligen Cranach-Werkstatt für Künstler der bildenden oder angewandten Kunst.

Dazu wird ein Honorar in Höhe von 924,00 € für einen Monat zur Verfügung gestellt.

Das Thema des Jahres 2010 "Im Zeichen des Hasen. Von Cranach bis Beuys" soll anregen, sich mit verschiedenen Sichtweisen auf unser Umfeld oder die Geschichte auseinander zu setzen.

Die Bewerbungen sollten biographische Angaben, ein kurzes Werksverzeichnis (Katalog/ Fotos, keine Originale), konzeptionelle Vorarbeiten zu den Workshops und einen frankierten Rückumschlag enthalten.

Bedingungen für einen Aufenthalt im Atelier des Cranach-Hofes:

  • Anwesenheit vor Ort für die durch ein Stipendium geförderte Zeit, d.h. Öffnung der Werkstatt täglich in der Zeit von 10.00 - 16.00 Uhr, auch an mind. zwei Wochenenden.
  • Bereitschaft, den Besuchern des Cranach-Hofes Zutritt in die Werkstatt zu gewähren und dem Gespräch zur Verfügung zu stehen.
  • Gestaltung eines Workshops für Kinder und Jugendliche und eines Workshops für Erwachsene während des Aufenthaltes in Absprache mit der Malschule (Materialien werden zur Verfügung gestellt).
  • Die zur eigenen Arbeit notwendigen Materialien werden vom Künstler selbst mitgebracht.
  • Bei notwendigen technischen Voraussetzungen wird durch die Stiftung Unterstützung geleistet.
  • Ein Unkostenbeitrag in Höhe von 224,00 € für Betriebskosten (Künstlerwohnung, Betriebskosten Werkstatt) wird erhoben.
  • Anmerkung zur Nutzung der Künstlerwohnung:
    - der Künstler bewohnt einen Schlafraum in der ihm zur Verfügung stehenden Wohnung
    - Gäste des Künstlers, die in der Wohnung übernachten möchten, müssen angemeldet werden und bezahlen den üblichen Übernachtungspreis
Einzureichen sind die Unterlagen bis zum: 30. November 2009
Ansprechpartner für Anfragen zu den Arbeitsbedingungen und Bewerbungsformalitäten: Eva Löber, Dörthe Zielke
Bewerbungsunterlagen an: Malschule der Cranach-Stiftung
Schlossstraße 1
06886 Lutherstadt Wittenberg
e-mail: mal-schule@web.de

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