Sonderausstellungen

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Butzmann, Cranach, Gölzenleuchter ... - Der Kunstbesitz der Cranach-Stiftung
24.02.2024 - 05.05.2024
Dienstag-Samstag 10:00-17:00 Uhr, Sonntag 13:00-17:00 Uhr
Schon seit den 1990er-Jahren zeigt die Cranach-Stiftung wechselnde Ausstellungen zu historischer und aktueller Kunst. 2015 eröffnete die Stiftung die Schau Cranachs Welt zu Leben und Werk der Künstlerfamilie. Jährlich werden zudem Künstler und Künstlerinnen eingeladen, in den Cranach-Werkstätten zu arbeiten. Im Zusammenhang mit all diesen kulturellen Projekten verfügt die Stiftung inzwischen über einen Bestand an Gemälden, Grafiken und Objekten. Eine Rarität ist das Olmützer Messbuch, gedruckt 1505 in der Wiener Druckerei von Johannes Winterburger und ausgestattet mit zahlreichen Holzschnitten Lucas Cranachs d. Ä. – es wurde mit Unterstützung des Fördervereins für die Ausstellung Cranachs Welt erworben. Als Schenkung der Familie Begrich erhielt die Stiftung einen Band der Eislebener Lutherschriften, gedruckt 1564 und noch reichhaltiger mit Holzschnitten aus der Cranach-Werkstatt geschmückt.  Die Stiftung besitzt zeitgenössische Kunst von ehemaligen Stipendiatinnen, Kinderkunst, die in den Kursen der stiftungseigenen Jugendkunstschule entstand, Exponate von Künstlern aus den Ausstellungen, u. a. von Manfred Butzmann und Uwe Pfeifer, oder auch Mappen von Künstlern, die mit Wittenberg verbunden waren. In den Jahren 2003 und 2015 schrieben die Lutherstadt Wittenberg und die Cranach-Stiftung den Lucas-Cranach-Preis aus. Oft waren sogar schon die Anmeldungen mit Grafiken versehen. Karten wie die des Berliner Künstlers Peter Torp, mit der er die Ausschreibungsunterlagen anforderte, fanden Eingang in den Bestand.  Der engagierte Wittenberger Sammler Dr. Gerd Gruber schenkte der Stiftung Holzschnitte des 16. Jahrhunderts. Er vermittelte auch die Schenkung von drei Holzschnitten des zeitgenössischen Holzschnittkünstlers Horst Dieter Gölzenleuchter.  Etwa 800 Werke umfasst der Kunstbesitz der Cranach-Stiftung derzeit. Die Frühjahrsausstellung zeigt eine Auswahl aus dem ungewöhnlichen Bestand, zu dem auch Flaschen mit Jungbrunnenwasser, eingesandt von Saskia Breitenreicher, gehören. 
Nach dem Krieg. Bildende Kunst und Literatur aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, u. a. von Paul Klee, Alfred Kubin und Heinrich Campendonk
18.05.2024 - 18.08.2024
Die 1920er-Jahre waren geprägt vom gerade zu Ende gegangenen Ersten Weltkrieg und durch die Umbrüche und Verwerfungen der Nachkriegszeit. Heute gibt es wieder einen Krieg in Europa. Das Sommerprojekt der Cranach-Stiftung geht 100 Jahre zurück und präsentiert Texte und Grafiken, die überwiegend kurz nach dem Ersten Weltkrieg entstanden sind. Die Arbeiten zeigen die körperlichen und seelischen Verletzungen - niemand kommt ohne Verletzungen aus einem Krieg. Die Texte und Grafiken sprechen aber auch von der Sehnsucht nach Harmonie und Frieden, von Versuchen, Trost zu finden in der christlichen Religion oder in der unberührten Natur.  Als erster deutscher Monarch war am 7. November 1918 der bayerische König Ludwig III. geflohen. Am 7. April 1919 wurde die Bayerische Räterepublik ausgerufen. Wenig später wurde sie von Freikorpseinheiten und Reichwehrverbänden niedergeschlagen.  Die Ausstellung zeigt Grafiken und Texte, die genau in dieser Zeit, 1919/1920, in München entstanden oder veröffentlicht wurden. Literatur, Malerei und Musik suchten nach einer modernen Sprache, die die Traumata des Ersten Weltkrieges und der Zeit danach widerspiegelte, aber auch der Hoffnung Ausdruck gab. Die Ausstellung lässt diese Zeit mit all ihren Problemen, Hoffnungen und Chancen lebendig werden. Zu sehen sind Originalgrafiken von Paul Klee, Erich Heckel, Max Unold, Adolf Schinnerer, Alfred Kubin, Edwin Scharff, Lyonel Feininger, Heinrich Campendonk und anderen, insgesamt über 50 Blätter. Ergänzt werden sie durch Texte, u. a. von Iwan Goll, Otto Zoff und Konrad Weiß. v
Ein Leben für die Kunst.
Die expressiv-symbolistischen Welten der Thea Schleusner.
31.08.2024 - 12.01.2025
Dienstag-Samstag 10:00-17:00 Uhr, Sonntag 13:00-17:00 Uhr
Eine Werkschau in Zusammenarbeit mit der Naser-Stiftung und der Lutherstadt Wittenberg.  Thea Schleusner, 1879 als Tochter des Wittenberger Theologen Georg Schleusner in das Kaiserreich hinein geboren, durchlebte den Ersten Weltkrieg, die Aufbruchsjahre der Weimarer Republik und deren jähes Ende im Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg lässt sie als über 65-jährige Frau ihr im Krieg verlorenes künstlerisches Lebenswerk wieder erstehen.  Mit ausdrucksstarken künstlerischen Arbeiten, die durch ihre einzigartige Formsprache und Farbigkeit hervorstechen, bewegt Schleusner sich zwischen Expressionismus, Neuer Sachlichkeit und Symbolismus. Sie gehört zur ersten Generation bildender Künstlerinnen, die wie Paula Modersohn-Becker nach Paris fuhren, um aus engen bürgerlichen Verhältnissen auszubrechen. Als Künstlerin der "Verlorenen Generation" fast vergessen, präsentiert die Werkschau in Wittenberg diese enorm vielseitige Künstlerin mit etwa 280 Werken aus den Sammlungen Naser und Fermen, ergänzt durch Leihgaben aus öffentlichem Besitz. Diese erste umfangreiche Retrospektive wird an vier verschiedenen Standorten im Herzen der historischen Altstadt Wittenbergs zu sehen sein - im historischen Rathaus, in der Cranach-Stiftung, den Städtischen Sammlungen und der Sammlung christlicher Kunst im Schloss. 
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