Kunstexpedition mit Walter Martin Rehahn
Vortrag zum 120. Todestag von Paul Cézanne
Anlässlich des 120. Todestages von Paul Cézanne widmet sich der Vortrag dem Werk eines Künstlers, der wie kaum ein anderer die Schwelle zwischen Tradition und Moderne markiert. Cézannes beharrliche Suche nach Struktur, Form und innerer Ordnung der Natur beeinflusste Generationen von Künstler:innen und wirkt bis heute nach. Der Vortrag beleuchtet Cézannes Denken zwischen Wahrnehmung und Konstruktion und schlägt eine Brücke von seinem revolutionären Ansatz zu späteren Strömungen bis hin zu symbolischen und phantastischen Bildwelten des 20. Jahrhunderts.
Ausgehend von Romantik und Realismus entwickelte Paul Ceźanne (1839-1906) in Auseinandersetzung mit dem Impressionismus eine ganz eigene Bildsprache, die sich durch grobe Pinselstriche, eine lebhafte Farbpalette und die Verwendung geometrischer Formen zur Darstellung dreidimensionaler Figuren auszeichnet. Zu seinen Motiven gehören Kartenspieler, badende Frauen, Porträts, Stillleben, Natur und Landschaft, insbesondere die Montagne Sainte-Victoire nahe Aix en Provence. Erst spät fand er Anerkennung, aber nach seinem Tod orientierte sich eine Vielzahl von Künstlern an seinem Werk, unter ihnen Pablo Picasso, Henri Matisse und die Künstlergruppe der Fauves.
Vortrag von Walter Martin Rehahn
Ort: großer Malsaal im Cranach-Hof, Schlossstraße 1
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