Werkstattgespräch mit der Cranach-Stipendiatin Anna Choi

24.09.2026 - 16:00 Uhr

„Ich beginne meine Malarbeit im Wechselspiel von Vergessen und Erinnern – in einem Zustand, in dem beides ineinanderfließt, ohne dass ich es bewusst steuere. Dabei lasse ich zu, dass sich die Spuren dieses Prozesses in meinen Bildern zeigen. Mich interessiert, was verschwindet, bleibt und entsteht, wenn ich ein Gemälde aus der Vergangenheit in die Gegenwart hole – wenn ich es hier betrachte, mich mit ihm verbinde und darauf reagiere.“ (Anna Choi)

Anna Choi studierte von 2020 bis 2022 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und anschließend bis 2025 an der Universität der Künste in Berlin, wo sie ihren Abschluss als Meisterschülerin erhielt und noch immer lebt. Die Werke der Malerin sind zumeist Landschaften, in Öl auf Leinwand ausgeführt. Sie rufen Erinnerungen an vergangene Kunstepochen hervor und verweisen deutlich auf die Auseinandersetzung der Künstlerin mit den alten Meistern. Dennoch sind ihre Werke autark, lassen sich keinem der alten Stile zuordnen – es bleibt bei der Erinnerung, der Assoziation. Ihre Kunst ist eigenständig, bildet etwas Neues ab und zeigt ganz deutlich ihren Blick, den Blick der Künstlerin auf eine Landschaft.

Sie erhielt 2026 das Cranach-Stipendium und wird in der Zeit vom 31.8. bis zum 04.10.2026 an ihren künstlerischen Werken arbeiten. Sie öffnet ihr Atelier im Hof der Schlossstraße 1 voraussichtlich täglich zwischen 13 und 17 Uhr.

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